Othmarsingen - ein Partner für die Zukunft

Vielleicht wussten Sie vor Ihrem Entscheid, nach Othmarsingen zu ziehen kaum etwas über unsere Gemeinde. Obschon unser Dorf einen kleinen, pfiffig-frischen Botschafter hat, den Sie bestimmt schon seit vielen Jahren kennen. In weisses Papier gewickelt begleitet er seit Generationen Schweizer Familien auf ihren Bergwanderungen oder in den Sportferien: Das „SportMint“ der 1903 gegründeten Firma Disch wird in unserer Gemeinde produziert und in viele Länder exportiert.

Auch wenn das weiche Bonbon Othmarsingen zu einer schmeichelhaften Bekanntheit verholfen hat, so haben dennoch viel weiter zurückliegende Ereignisse die Struktur und Eigenart von Othmarsingen geprägt. 1767 wurde die verkehrstechnisch wichtige Nord-Süd-Achse, die ausgebaute Heerstrasse (heute Lenzburgerstrasse – Hölli - Mägenwilerstrasse), ins damalige Postkutschennetz aufgenommen. Eine Teilstrecke lag in Othmarsingen, womit dem Dorf die Anbindung an die grossen Städte Zürich und Bern gelang. Doch die Postkutschen gehören längst der Vergangenheit an. Die immer dichter werdenden Verkehrs- und Pendlerströme werden heute über feinverästelte Bus-, Bahn- und Autobahnnetze gelenkt. In Othmarsingen lebt man auf dem Land und ist mit den Wirtschaftsagglomerationen Basel, Bern und Zürich eng verbunden.

Aber längst nicht alle Zeitzeugen mussten der Moderne weichen. Historisch wertvolle Kulturgüter wie die 1675 erbaute Kirche, das Wappensymbol von Othmarsingen, das Hotel Rössli aus der Postkutschenzeit, die alte Mühle oder das Geburtshaus der Mundartdichterin Sophie Hämmerli-Marti blieben erhalten und bereichern das Ortsbild. Zudem ist das im unteren Bünztal liegende Othmarsingen von Schlössern umringt, namentlich von den Schlössern Lenzburg, Wildegg und Brunegg.

Was sich seit der erstmaligen Erwähnung von Othmarsingen (damals Otvingen) im Jahre 1086 in gesellschaftlicher und politischer Hinsicht alles verändert hat, ist nicht lückenlos dokumentiert. Doch eines steht fest: Der Wandel ist enorm. Vergleichsweise wenig verändert haben sich hingegen landschaftliche Merkmale. Eine intakte Landschaft mit Sicht in die Zentralschweizer Alpen, ein wunderbares Naherholungsgebiet, schöne Wälder, die renaturierte Bünz und die Bünzauenlandschaft stehen für naturnahe Lebensqualität. Das zieht Wanderlustige an, die auf dem Freiämterweg den Aussichtsturm Maiengrün zum Ziel haben, Biker oder Skater, welche auf der nationalen Rad- und Skaterroute unterwegs sind, Läufer und Walker oder einfach Geniesser, die den Ausgleich zur täglichen Hektik suchen und für ein paar Stunden Erholung und Inspirationen suchen.

Für viele Wehrmänner ist Othmarsingen nicht etwa wegen der Bauern- oder Villmergerkriege im 17./18. Jahrhundert ein Begriff. Seit 1968 ist hier ein Armee-Motorfahrzeugpark, das heutige Logistik- und Infrastrukturcenter der Armee, angesiedelt. Zusammen mit der Firma Disch ist die Armee einer der bedeutendsten Arbeitgeber in der Region. Heute werden in Othmarsingen rund 800 Arbeitsplätze angeboten, darunter viele KMU-Betriebe. Vier Landwirtschaftsbetriebe, ein Bäcker, ein Lebensmittelverteiler sowie eine Poststelle sichern die Grundversorgung der Bevölkerung. Auch die medizinische Versorgung wird durch eine Arztpraxis sowie ein Spitex-Team gewährleistet. Ein qualitativ hohes und fortschrittliches Bildungsangebot steht den Kindern und Jugendlichen von der Unter- bis in die Oberstufe zur Verfügung. Othmarsingens wichtigste Ressourcen ist ihr attraktiver Wohn- und Lebensraum. Das Dorf hat aber auch Potenzial, sich als Wirtschaftsstandort weiter zu entwickeln. Haben Sie Fragen oder Anregungen - wir nehmen Ihre Anliegen gerne entgegen.

Markus Briner, Gemeindeammann